Spende dein Talent Blog

Führung 4.0: Expertenmeinungen zum Thema “DIGITALES FÜHREN”

Wir möchten gemeinsam diskutieren, was Führung im Digitalen Wandel bedeutet. Für erste Impulse haben wir Experten aus der HR- & Digitalszene gebeten Ihre Visionen mit uns zu teilen. Die Statements ergänzen wir kontinuierlich hier und vorab auf Twitter.

Und wir möchten auch Sie einladen sich zu beteiligen! Was bedeutet #DigitaleFührung für Ihr Unternehmen und für Sie persönlich?

Diskutieren Sie mit uns und den Experten auf Twitter unter den Hashtags #DigitaleFührung und #SpendedeinTalent oder kommentieren Sie hier in unserem Blogbeitrag.

Die Experten im Überblick:

Inga Höltmann / Accelerate Academy

Dr. Ole Wintermann / Bertelsmann Stiftung

Jürgen Ostermaier / SAP Deutschland SE & Co. KG

Klaus Eck / d.Tales

Jana Tepe und Anna Kaiser / Tandemploy

Prof. Dr. Hendrik Send / Hochschule Anhalt

Guido Bosbach / ZUKUNFTheute

Nadine Nobile / CO:X

Hanna Drabon / Spende dein Talent

 

 

Inga Höltmann / Accelerate Academy

 

Inga Höltmann ist Expertin für die Themen Kulturwandel in Unternehmen, New Work und Digital Leadership und versendet auch einen monatlichen Newsletter zu diesen Themen. Sie ist Gründerin der digitalen Führungskräfte-Akademie “Accelerate Academy” und ausgebildete Wirtschaftsjournalistin, zu ihren Auftraggebern gehören der Berliner Tagesspiegel und das Deutschlandradio Kultur.

© Axel Kuhlmann

 

Inga Höltmann zu digitaler Führung:

„Digitales Führen ist für mich vor allem die Erkenntnis, dass die neue Arbeitswelt auch eine neue Form von Führung braucht – unsere alten Rezepte haben ihr Verfallsdatum nämlich längst überschritten. Konkret heißt digital führen, sich in einen Prozess von kontinuierlicher Anpassung und permanenter Justierung zu begeben, denn moderne Führung ist so flexibel wie die moderne Arbeitswelt. Sie ist auch immer ein Dialog darüber, was Führende und Geführte brauchen, ein Aushandlungsprozess über die Grenzen der Organisation hinweg.“

 

 

Dr. Ole Wintermann / Bertelsmann Stiftung

 

Dr. Ole Wintermann hat für die Bertelsmann Stiftung die Plattform Futurechallenges.org aufgebaut, ist Co-Founder der Menschenrechtsplattform www.weye.info und befasst sich mit der Zukunft der Arbeit, Fragen der Globalisierung, der Demografie, der Freiheit des Netzes und Open Educational Resources (OER). Er bloggt auf www.globaler-wandel.eu, www.zukunftderarbeit.de, www.gov20.de und www.netzpiloten.de.

 

Dr. Ole Wintermann zu digitaler Führung:

„Führung in Zeiten der Digitalisierung unserer Arbeit bedeutet Kommunikation und Umgang auf Augenhöhe, sich als gleicher Teil eines Teams engagierter Menschen zu sehen, stets nach Möglichkeiten und nicht Hindernissen zu suchen und digitale Tools selbstbewusst für die eigene Arbeit zu nutzen.“

 

Jürgen Ostermaier / SAP Deutschland SE & Co. KG

 

Jürgen Ostermaier ist seit 1999 bei bei SAP Deutschland SE & Co. KG als Marketing Manager tätig. Derzeit als Integrated Marketing Senior-Specialist. Sein Marketing Diplom absolvierte Jürgen Ostermaier an der Hochschule Pforzheim. Des Weiteren verfügt Herr Ostermaier über langjährige Erfahrungen in den Bereichen Unternehmensführung und Marketingkommunikation.

 

Jürgen Ostermaier zu digitaler Führung:

“Digitales Führen erleichtert die Arbeit des Menschen um ein vielfaches. Der Arbeitsplatz ist nicht mehr an den Menschen gebunden, sodass eine nachhaltige Kommunikation entsteht. Früher war es notwendig, aufwendige Meetings abzuhalten und schriftlich Protokoll zu führen. Heute ist es möglich Mitarbeiter auf den gleichen Wissensstand zu bringen, selbst wenn Sie nicht am Meeting teilnehmen können. Die Digitalisierung erlaubt es, dass Mitarbeiter z.B. nachträglich an Meetings teilnehmen und ihre To-Do’s entnehmen können. Die Arbeit passt sich durch digitales Führen an die Bedürfnisse und Lebensstrukturen des Individuum an. Der zwischenmenschliche Kontakt kann aber nie gänzlich ersetzt werden. Eine gute Führungskraft muss darauf bedacht sein, den regelmäßigen, persönlichen Kontakt zu seinen Mitarbeitern zu pflegen. Die fortschrittlichste Technik der Welt kann eins zum Glück nicht: Gefühle zeigen.“

 

 

Klaus Eck / d.Tales

 

Klaus Eck ist Geschäftsführer und Gründer von d.Tales und der Eck Consulting Group. Seit 1995 berät er Firmen bei der Digitalisierung ihrer Unternehmens-, Marketing- und Kommunikationsprozesse. Zudem betreibt er seit 2004 den PR-Blogger. In seinem vierten Fachbuch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ zeigt er gemeinsam mit Doris Eichmeier auf, wie Organisationen professionelles Content Marketing betreiben.

 

Klaus Eck zu digitaler Führung:

„Digital Leadership besteht darin, Mitarbeitern wie Kunden zu helfen, ihnen Vertrauen zu schenken und viele Informationen bereitwillig zur Verfügung zu stellen. Im Digitalen geht es darum, Anknüpfungspunkte aufzubauen, ein Netzwerk zu pflegen, dem jeweiligen Kontakt zuzuhören und ihm zu helfen. Dafür benötigt ein Digital Leader eine große Portion digitaler Empathie und die Bereitschaft, sich persönlich zu öffnen. Wer dabei auf alte hierarchische Modelle setzt, versteht die Kunst des digitalen Führens falsch. Es geht für Digital Leader eher darum, die eigenen Mitarbeiter zu unterstützen, sie zu begleiten und auch darum, digitales Vorbild zu sein.“

 

 


Jana Tepe und Anna Kaiser / Tandemploy

 

Jana und Anna gründeten 2013 die Jobsharing Plattform Tandemploy, die sich dem kompletten Thema „Flexibilisierung“ widmet und Unternehmen ohne große Change Prozesse dazu befähigt, von innen heraus etwas zu bewegen. Die Liste der Auszeichnungen ist lang, z.B. gewannen Sie 2016 den HR StartUp Award, den Emotion Award 2016 in der Kategorie „Hand in Hand“ und den #Wirtschaftswundermacher Award von Microsoft.

 

Jana Tepe und Anna Kaiser von Tandemploy zu digitaler Führung:

„Führen bleibt für uns am Ende immer zwischenmenschlich, es kann lediglich digital unterstützt werden. Was Führen im digitalen Zeitalter so spannend macht, ist sicher die steigende Komplexität vieler Themen – und die immer schnellere Veränderung am Arbeitsmarkt. Eine gute Führungskraft scharrt da am besten Leute um sich, die in bestimmten Bereichen besser sind als sie/er – und die „Führung“ nur im Sinne von Visions- und Richtungsgebung einfordern. Außerdem bedeutet Führen im digitalen Zeitalter für uns mehr denn je: Teamwork statt einsame Helden!“


Prof. Dr. Hendrik Send
/ Hochschule Anhalt

Hendrik Send ist Projektleiter Forschung am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Als Professor an der Hochschule Anhalt ist er für den Masterstudiengang Online Kommunikation zuständig. Er promovierte an der Universität St. Gallen zum Thema Innovations-Communities und Ideengenerierung im Internet und hat ein Diplom in Electronic Business von der Universität der Künste Berlin.

 

 

Hendrik Send zu digitaler Führung:

“Digitale Führung bedeutet Tiefe und Breite balancieren – Das digitale Zeitalter stellt widersprüchliche Anforderungen an uns. Einerseits arbeiten wir an immer komplizierteren Problemen und mit komplexen Werkzeugen, andererseits wird unsere Arbeit durch viele neue Kommunikationskanäle und Erreichbarkeit jenseits von Hierarchieebenen geprägt. Digitales Führen heißt hier, bei sich selbst und im Team eine Beidhändigkeit zu etablieren, die Phasen hochkonzentrierter Arbeit ermöglicht und dann Räume für intensive, dezentrale Kommunikation schafft. Digitales Führen bedeutet im Team digitale Werkzeuge so zu kuratieren, dass sie eine optimale Effizienz ermöglichen und gleichzeitig Raum für das Testen des Neuen da ist.“

 

 

Guido Bosbach / ZUKUNFTheute

Guido Bosbach ist Inhaber der ZUKUNFTheute Initiative und Herausgeber, Autor und Initiator des Projekts “Arbeitsvisionen2025”. Des weiteren ist Guido Bosbach Lehrbeauftragter für werte- und ergebnisorientierte Führung an der Hochschule Fresenius. Der Blog von Guido Bosbach lädt regelmäßig zum Querdenken von Führungs,- und Digitalisierungsthemen ein.

 

 

 

Guido Bosbach zu digitaler Führung:

„Digitale Führung ist eigentlich ein extremes Missverständnis. Es geht nicht darum „digital“ mit „Nullen und Einsen“ Führung zu gestalten, sondern Mitarbeiter und mit ihnen gemeinsam das Unternehmen in Zeiten technologisch getriebenen Wandels zu manövrieren. Das jedoch ist, das es mit Menschen zu tun hat erstens eine Frage der Haltung und des Menschenbildes und zweitens komplexer als es jede Digitalität sein kann. Digitale Führung ist damit ganz weit weg von Technologie und ganz nah dran am Menschen – immer öfter allerdings mit Hilfe digitaler Technologie.“

 

 

Nadine NobileCO:X

Nadine Nobile studierte Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Marketing & Organisationsentwicklung. Sie erlebte als Führungskraft was es braucht, damit Menschen ihr Potential entfalten & Innovationen vorantreiben können. Als Gründerin von CO:X verfolgt sie das Ziel Organisationen dabei zu begleiten neue Wege zu finden um die Zukunft in einem komplexen, dynamischen Umfeld aktiv mitzugestalten.

 

 

Nadine Nobile zu digitaler Führung:

„Wirkungsvolles Führen im digitalen Zeitalter ist herausfordernd und bereichernd zugleich. Dabei bietet uns die Digitalisierung die Möglichkeit uns weltumspannend zu vernetzen, überraschende Synergien zu nutzen und Räume für Experimente und Entfaltung zu schaffen. Diese Möglichkeitsräume gemeinsam mit dem Team zu erschließen, ist Aufgabe von Führung und wird dann erfolgreich sein, wenn sie die Sache in den Mittelpunkt stellt und sich intelligenten und verantwortungsvollen Lösungen verschreibt.“

 

 

Hanna Drabon / Spende dein Talent

Hanna Drabons Talent? Reisen ins All, während sie konzentriert mit ihren Kollegen meditiert. In den Pausen krault sie professionell Hunde. Dazwischen ist sie bei der Digitalagentur comspace im Business Development tätig und ist Intrapreneurin der mit dem BPM Award prämierten Methode von Spende dein Talent – auf dessen Blog du dich gerade befindest.

 

 

 

Hanna Drabon zu digitaler Führung:

Digitale Führung bedeutet die Kultur der vernetzten Welt innerhalb eines Unternehmens aktiv zu ermöglichen. Das beinhaltet Freiraum für Wissenstransfer in fachübergreifenden und hierachielosen Netzwerken zu schaffen und deren Impulse in die Führung einzubinden. Das kann durchaus eine Herausforderung sein, da die Führung somit gleichzeitig wichtigster Teil und überflüssig wird.

 

 


Schreibe einen Kommentar

*