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Sehenswürdigkeiten der neuen Arbeitswelt

Eindrücke zum Kongress Faszination 4.0: Arbeit (Teil 1)

Sightseeing? Hört sich nach Urlaub an. Aber auch nach einer gewissen Beliebigkeit des Flanierens. Im besten Falle geht man am Ende eines Urlaubs erholt, inspiriert und voller neuer Ideen zurück in den Arbeitsalltag. Das war jedenfalls auch ein Ziel unseres Forums auf dem Bielefelder Kongress Faszination 4.0: Arbeit.

“Sightseeing in New Work – Neue Ansätze für Unternehmenskultur und Führung” lautete der Titel des Forums, bei dem wir gemeinsam mit Inga Höltmann, einer DER Expertinnen zu Ansätzen und Entwicklungsmöglichkeiten der neuen Arbeitswelt, auf der Bühne standen.

New Work zum Anfassen und Ausprobieren

Für uns war dabei eines besonders wichtig: relevante Inhalte liefern, mit denen jeder Teilnehmende zurück ins Unternehmen gehen kann und direkt Veränderungen anstoßen kann. Ich konnte viele konkrete Erfahrungen aus der Digitalagentur comspace mitbringen. Dort wurden bereits gemeinsam viele “New Work” Ansätze ausprobiert, weiterentwickelt oder auch verworfen. Mit unserer digitalen Plattform talee haben wir außerdem bereits eine Möglichkeit, direkt Veränderungsprozesse anzustoßen bzw. zu unterstützen.

Inga Höltmann ist auch weniger als Führerin durch die schöne, bunte Arbeitswelt von morgen unterwegs, sondern sucht stets die praktischen und die praktikablen Ansätze der Veränderung. Ob in ihren Podcasts für den Deutschlandfunk Kultur oder die Bertelsmann Stiftung oder auf Veranstaltungen und Workshops. Bei einer Veranstaltung wie der in Bielefeld, bei der es viele Impulse ganz frontal von der Bühne aus gibt, ist es ein Wagnis, aber ein lohnendes, von den Stühlen aufzustehen und tatsächlich mal etwas zu machen. Ein guter Start ist dabei das New Work Canvas, das Inga Höltmann bereits auf der re:publica 18 vorgestellt und weiterentwickelt hat.

Das New Work Canvas

New Work Canvas von Inga Höltmann: http://www.accelerate-academy.de/mit-dem-new-work-canvas-die-eigene-arbeit-transformieren/

Es gibt einige Analyse Tools, die sich mit dem Digitalen Reifegrad und Potentialen der Digitalisierung in einem Unternehmen befassen. Häufig sind die aber so gebaut, dass die Auswertung selber nur durch geschulte Berater sinnvoll erfolgen kann. Das Canvas mit seinen 10 Feldern der Betrachtung ermöglicht dagegen einen sehr direkten Zugang. Angelehnt an das Business Modell Canvas führt es direkt zu einer ergebnisorientierten Diskussion.

Die Teilnehmenden auf dem Kongress in Bielefeld, die sich auf einen ersten, spontanen Austausch zum New Work Canvas eingelassen haben, hatten auf jeden Fall eine Menge Gesprächsstoff. Aufgrund der straffen Zeitplanung war es schade, die Gespräche zu unterbrechen. Doch wenn Teilnehmende sagen, dass werden wir auf jeden Fall auch bei uns in einem Workshop einsetzen, ist das ja genau das gewünschte Ergebnis. So nahmen sie eben nicht nur die Bilder einiger Sehenswürdigkeiten aus dem Urlaub in New Work Land mit, sondern sie können auch etwas von der dortigen Lebensart in den eigenen (Arbeits-)Alltag übernehmen.

Die Vision ist klar, die Erfolgsmessung nicht

Ein spannendes Ergebnis der Diskussion lieferten dann auch die Antworten auf zwei Auswertungsfragen zum Abschluss der Diskussion: Wo sehe ich mein Unternehmen und mein Arbeitsumfeld positiv (grüne Punkte) und wo ist die Unsicherheit und der Handlungsbedarf am größten (rote Punkte)?

Es scheint so, wenn das Ergebnis auch alles andere als repräsentativ ist, dass die Vision oft schon klar und deutlich ist. Die Vorstellung, wie wir morgen Arbeiten wollen, nimmt klare Konturen an. Ganz große Fragezeichen scheint es dabei zu geben, wie wir denn am Ende messen und monitoren können, ob wir auch da angekommen sind.

Das Ergebnis zeigt auch, dass das Monitoring ein großes Bedürfnis ist. Wir sind in unserer Arbeitswelt inzwischen sehr stark vom Prinzip der Erfolgsmessung geprägt. Bei talee ist uns das bewußt. Und deshalb ist es wichtig Erfolge auch in Zahlen zu messen. Etwa wie viele Vernetzungen haben sich gebildet. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass der starre Blick auf die Frage, wie monitoren wir denn, den ersten Schritt blockiert.

Denn das sollte doch die Erkenntnis sein:dass wir erst einmal den Weg in die Arbeitswelt von morgen starten. Dafür steht die Methode talee. Beginnen, da wo wir stark sind. Vernetzung einüben. Digitales Mindset erleben. Bei allem Nachdenken über die Zukunft der Arbeit und der Bedeutung, den eigenen Weg zu reflektieren ist doch Fakt: Wer sich nicht auf den Weg macht, kommt nie ans Ziel.  

 

Ein zweites Thema des Kongresses hat uns noch fasziniert – lest hier mehr zu den großen Chancen von “Coworking auf dem Land”.


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