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Was Hypnose mit New Work zu tun hat

Unternehmen stehen vor der Herausforderung einer sich stark verändernden Arbeitswelt. Es gilt dabei eine Fülle an Anforderungen zu berücksichtigen – die der Kunden, die der Shareholder aber vor allem auch der eigenen Mitarbeiter. Eine Reihe von Unternehmen gelten bereits als Vorreiter der neuen Arbeitswelt. Diese haben ganz verschiedene Konzepte. Ob Co-Working-Spaces, flexible Modelle zu Arbeitszeit und -ort, Schaffung interdisziplinärer Teams und Abschaffung von Hierarchien oder auch besondere Förder- und Weiterbildungsmodelle für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinter diesen Konzepten stecken natürlich immer Menschen, die diese Impulse einbringen und Änderungen durchsetzen.

Wie ticken diese Menschen, die neue Aspekte der Arbeitswelt in gestandenen Unternehmen etablieren? Klick um zu Tweeten

Gibt es bestimmte Eigenschaften, die diese „New Work Pioniere“ auszeichnen? Und sind dieser erlernbar?

Ein bekanntes Beispiel für so eine Persönlichkeit und dessen Entwicklung ist Bodo Janssen. Er ist der Geschäftsführer der Upstalsboom Hotels, welches eines dieser Unternehmen ist, die einen sehr großen Veränderungsprozess hinter sich haben. Während die Geschäftszahlen zunehmend schlechter wurden, fand Bodo Janssen bei einer Mitarbeiterbefragung heraus, dass er in der Wahrnehmung seiner Mitarbeiter alles andere als ein guter Chef war. Und diese Erkenntnis sensibilisierte Bodo Janssen. Ihm war klar geworden, dass ein echter Veränderungsprozess her musste. Er ging ins Kloster und lernte dort sein Verhalten zu hinterfragen und verstand, dass seine Mitarbeiter das größte Potenzial für unternehmerischen Erfolg sind und dazu Räume benötigen, die er ihnen bisher verwehrt hatte. Die ganze Geschichte wurde auch im Rahmen der ARD Themenwoche gezeigt:

 

 

Das Beispiel von Bodo Janssen und sicher noch vielen mehr zeigt: es ist möglich die Kompetenzen, die zu so einer New Work Persönlichkeit gehören, für einen selbst zu entwickeln. Es braucht dazu Empathie, Toleranz, Mut um Räume zum Auszuprobieren zu schaffen, ein gewisses Maß an Selbstreflexion. Es braucht aber auch immer die Unterstützung von der Unternehmensspitze, die die Ideen beschützt, sofern diese beiden Persönlichkeiten nicht in einer Person abgebildet sind. Bodo Janssen fand diese Erkenntnis im Kloster. Andere haben diese vielleicht über mehrere Jahre in diversen Unternehmen gewonnen und entwickelt. Und es gibt mit einer Weiterbildung sogar die Möglichkeit sich dieser Entwicklung jederzeit zu stellen.

Sind Kompetenzen die New Work Pioniere brauchen erlernbar? Klick um zu Tweeten

Das Projekt AUGENHÖHEworks begleitete im Rahmen des AUGENHÖHEfilms schon mehrere New Worker, also Menschen und Unternehmen, die inspirierende Ansätze für neue Arbeitswelten haben. Das Projekt war ein voller Erfolg, sodass sich daraus viele weitere AUGENHÖHE Angebote entwickelten, u.a. auch eine Weiterbildung zum AUGENHÖHEwegbegleiter. Diese Weiterbildung bietet “geeignete Rahmenbedingungen zur Entwicklung der nötigen Handlungskompetenzen für einen situationsgerechten Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit.” (AUGENHÖHE). Also solchen Kompetenzen, die auch eine New Work Persönlichkeit ausmachen.

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit dem sog. hypnosystemischer Ansatz. Jetzt denken Sie vielleicht (wie ich auch) – hypno wie Hypnose? Ja, allerdings. Und ja, das klingt vielleicht erst einmal etwas befremdlich. Ist es aber nicht.

Zum Lösen von Problemen müssen wir aufhören uns selbst zu hypnotisieren! Klick um zu Tweeten

Den hypnosystemischen Ansatz hat Dr. Gunther Schmidt entwickelt, der ebenfalls Gast-Dozent der AUGENHÖHE-Weiterbildung ist. Es geht bei diesem Ansatz darum, dass man sich sensibilisiert und seine eigene Wahrnehmung und sein eigenes Verhalten reflektiert, um in verschiedenen Situationen angemessen handeln zu können und sich nicht unerwünschten Verhaltensmustern hingeben muss. Was das mit Hypnose zu tun hat? Nun, Schmidt sagt, man hypnotisiere sich täglich mehrfach selbst, indem man seine Aufmerksamkeit selektiv auf bestimmte Bereiche der Wirklichkeit richte – auf andere eben nicht.

 

Problemtrance hypnosystemischer Ansatz

 

Erleben wir ein Problem, hypnotisieren wir uns indem wir unsere ganze Aufmerksamkeit (in der Regel unbewusst) auf das Problem richten. Wir haben dabei eine bestimmte Körperhaltung, Gestik, Atmung, die sich unser Gehirn in eine Art Netzwerk abspeichert und immer wieder abrufen kann. Das führt dazu, dass man in dieser sogenannten Problemtrance feststeckt. Wer so feststeckt sieht keine Lösungen mehr, ja kann gar keine Lösungen mehr sehen.

Der hypnosystemische Ansatz soll Strategien aufzeigen, um sich wieder gezielt auf die eigenen Ressourcen und Handlungsspielräume fokussieren zu können. Das bedeutet zu lernen, wie man seine Aufmerksamkeit bewusst so lenken kann, dass auf das zumeist völlig unbewusste Repertoire an Kompetenzen zurückgegriffen werden kann.

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Wer erfolgreich führen will muss tolerant und empathisch sein und sollte sich von der Selbsterkenntnis leiten lassen, dass niemand jeden Tag die gleiche Arbeit in gleicher Qualität abliefern kann und dass jeder auf sein Team angewiesen ist, gerade auch die Führungskraft. Das hat nichts mit falscher Bescheidenheit zu tun, sondern mit Realismus.

Der hypnosystemische Ansatz schafft ein Bewusstsein für das eigene Verhalten, aber auch das von anderen Menschen. Er liefert Ansätze um eigene Potenziale zu erkennen und zu lernen wofür man diese gezielt einsetzen kann oder auch vermeintliche Schwächen als echte Stärken zu nutzen.


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