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Augenhöhe Session zur Zufriedenheit im Unternehmen

In diesem Abschnitt meines mehrteiligen Blogbeitrags zum Hamburger Augenhöhe Camp 2016 berichte ich über meine Teilnahme an der Session zum Thema Zufriedenheit in Unternehmen. Ziel war es in einer gemeinsamen Diskussionsrunde herauszufinden, was Mitarbeiter zu zufriedenen Mitarbeitern macht und ob zufriedene Mitarbeiter nötig sind, um engagierter, effektiver und erfolgreicher zu werden.

Die Session begann mit der zentralen Fragestellung:

 

Wie schaffen wir es echte Zufriedenheit ins Unternehmen zu bringen?

 

Diese Frage basierte auf der Annahme, dass zufriedene Mitarbeiter sich mehr für das Unternehmen engagieren und produktiver arbeiten. Diese Annahme und der Begriff Zufriedenheit lenkten die Diskussion schnell dahin, dass die Teilnehmer der Session erstmal unter sich ausmachen mussten, was denn Zufriedenheit überhaupt bedeutet, denn für viele hatte das Wort Zufriedenheit einen negativen Beigeschmack. Sie assoziierten Zufriedenheit mit Sättigung und Stillstand; also eher nach dem Motto “wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein”. Das ganze sponnen wir soweit, dass die ursprüngliche These so verdreht wurde, dass sie das Gegenteil besagte: Nur eine unzufriedene Organisation könne erfolgreich sein, weil die Mitarbeiter dann aus der Unzufriedenheit heraus Dinge (zum Positiven) verändern wollten.

Stimmt das? Was wäre, wenn man auch damit zufrieden wäre, dass sich das Unternehmen kontinuierlich verändert? Die Zufriedenheit läge in dem Fall also in der Veränderung.

Aber was macht man mit Mitarbeitern, die mit der aktuellen Situation zufrieden sind? Haben diese Personen aufgehört gut zu sein oder einfach nicht diese Leidenschaft, die man sich wünscht?

Ist es okay, wenn jemand einen guten Job macht, aber nicht so für Dinge brennt wie andere das tun? Wie geht man damit um und wie nimmt man diese Personen mit auf den spannenden Weg in eine neue Arbeitswelt?

Wie man merkt, gab es viele verschiedene Arten von Herangehensweisen und Fragen zu diesem Thema.

Um wieder an die ursprüngliche Fragestellung anzuknüpfen, versuchten wir den Begriff Zufriedenheit anders zu verstehen. Zufriedenheit sollte mit Leidenschaft, Passion und Freude assoziiert werden. Die neue Frage hieß nun: Welche Motive bewegen Mitarbeiter dazu leidenschaftlich und mit Spaß ihrer Arbeit nachzugehen und sich für das Unternehmen zu engagieren?

Wir stellten fest, dass nicht jeder dieselben Motive für derlei Engagement hat. Dem einen ist wichtig, dass er sich frei entfalten und selbstbestimmt arbeiten kann. Anderen wieder sind Sicherheit oder Zugehörigkeit wichtig. Was aber alle Motive gemeinsam hatten, war, dass Arbeitnehmer gehört werden und Zuwendung erhalten wollen. Kommunikation auf Augenhöhe scheint hier also der Schlüssel zu sein.

Ich bin mir sicher, dass man ganze Doktorarbeiten zu diesem Thema verfassen könnte, manchmal reichen aber auch schon 45 Minuten Session aus, um mal über den Tellerrand zu sehen und neue Denkanstoße zu sammeln. Eine perfekte Lösung zu diesem Thema konnten wir in dieser Zeit natürlich nicht finden, trotzdem glaube ich, dass es wichtig ist, sich kontinuierlich zu diesem das Thema auszutauschen und neue Ideen zu sammeln. Ähnlich ging es mir auch in den 3 anderen Sessions, die ich an diesem Tag besucht habe. Wen diese Sessions oder mein Fazit zum Augenhöhe Camp interessieren, kann gerne in meinem Rückblick zum Augenhöhe Camp 2016 weiterlesen.

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